FussnotenEine Videoinstallation in
Zusammenarbeit mit Justyna Giermakowska und Olga Sitner, 2012
Den Ausgangspunkt unserer Arbeit bildet eine gemeinsame Erinnerung:
Gummitwist – ein
typisches Spiel in Plattenbausiedlungen sozialistischer Länder in den 80er und 90er Jahren.
Verschiedene Assoziationen wachrufend, wird diese Erinnerung in Deutschland zu einem uns
verbindendem Element.Wir spielen nochmal.
Die Installation besteht aus fünf Monitoren mit Gummitwist - Aufnahmen
von verschiedenen Perspektiven aus:
Aufgebaut wie jedes Spiel, zeigt die Taktung der
Bildfolgen ein System von Regeln für Handlungen und von Regeln für Fehlhandlungen - für
'Fehler'. Sie äußern sich im Wechsel der Bilder oder im Sprung desselben Bildes von
einem Monitor auf einen anderen. In dieser ständigen Veränderung wird der Rhythmus des
Spiels auf die Art der Präsentation übertragen.Doch...
überschreiben wir gerade den Augenblick im Spiel, der als Konsequenz eines Fehlers, eine
zufällige, teils ärgerliche, teils erholsame Unterbrechung vom Spiel markiert, mit einem
anderen Moment.
Für 2 Sekunden 'schmuggeln' wir jeweils an diesen Stellen einen anderen
Erfahrungshorizont ein – einen, der die Harmlosigkeit und Nichtigkeit manch eines
'Fehlers' mit einer ungerechtfertigten Härte der Bestrafung kontrastiert......etwas, das
für die systematische Willkür sozialistischer Regime, wie wir sie erfahren haben,
bezeichnend ist.
Dieser Bruch sprengt das Bisherige - das...sogenannte...Spiel
geht unmittelbar anders weiter...
Text: in Anlehnung an gemeinsame Gedanken zum Thema - Agnes Mrowiec
FussnotenEine Videoinstallation
in Zusammenarbeit mit Justyna Giermakowska und Olga Sitner, 2012
Den Ausgangspunkt unserer Arbeit bildet eine gemeinsame Erinnerung:
Gummitwist –
ein typisches Spiel in Plattenbausiedlungen sozialistischer Länder in den 80er und 90er
Jahren. Verschiedene Assoziationen wachrufend, wird diese Erinnerung in Deutschland zu
einem uns verbindendem Element.
Wir spielen nochmal.
Die Installation besteht aus fünf Monitoren mit Gummitwist -
Aufnahmen von verschiedenen Perspektiven aus:
Aufgebaut wie jedes Spiel, zeigt
die Taktung der Bildfolgen ein System von Regeln für Handlungen und von Regeln für
Fehlhandlungen - für 'Fehler'. Sie äußern sich im Wechsel der Bilder oder im Sprung
desselben Bildes von einem Monitor auf einen anderen. In dieser ständigen
Veränderung wird der Rhythmus des Spiels auf die Art der Präsentation
übertragen.Doch...
überschreiben wir gerade den
Augenblick im Spiel, der als Konsequenz eines Fehlers eine zufällige, teils
ärgerliche, teils erholsame Unterbrechung vom Spiel markiert, mit einem anderen
Moment.
Für 2 Sekunden 'schmuggeln' wir jeweils an diesen Stellen einen anderen
Erfahrungshorizont ein – einen, der die Harmlosigkeit und Nichtigkeit manch eines
'Fehlers' mit einer ungerechtfertigten Härte der Bestrafung kontrastiert......etwas,
das für die systematische Willkür sozialistischer Regime, wie wir sie erfahren
haben, bezeichnend ist.Dieser Bruch sprengt das
Bisherige - das...sogenannte...Spiel geht unmittelbar anders weiter...
Text: in Anlehnung an gemeinsame Gedanken zum Thema - Agnes
Mrowiec

Während der Ausstellung: Welch schöne Utopie - Wilhelmspalais Stuttgart, 2012
